Samstag der 04. September 2010    23:21 Uhr
Eisenmann trotzt Krise
Ergebnis 2009 mehr "als eine schwarze Null"

Böblingen - Der Böblinger Maschinen- und Anlagenbauer Eisenmann ist trotz eines starken Geschäftseinbruchs 2009 profitabel geblieben, rechnet aber mit einer längeren Durststrecke. Im schwierigen Umfeld werde das Unternehmen zwar "vor- und nach Steuern weniger verdienen als im Jahr 2008. Es wird aber deutlich mehr sein als eine schwarze Null", sagte Vorstandssprecher Matthias von Krauland im Interview mit der Branchen- und Wirtschaftszeitung Automobilwoche. Er äußerte sich zum ersten Mal zum Jahresabschluss 2009. Die Gesamtleistung sei um circa 30 Prozent zurückgegangen. Entsprechend sei auch der Gewinn in Mitleidenschaft gezogen worden. Für das laufende Jahr stellte der Lackieranlagenhersteller erneut einen Gewinn in Aussicht. Der im S-Dax notierte Hauptkonkurrent Dürr erwartet 2009 zwar ein positives operatives Ergebnis, wird aber netto in die Verlustzone rutschen.  

Derzeit liegt der Auftragseingang von Eisenmann noch immer um 20 Prozent unter dem Wert zum Jahresende 2008. Von Krauland rechnet im Jahresverlauf mit einer schrittweisen Verbesserung der Lage: "Wir gehen aber davon aus, dass in den nächsten ein bis zwei Jahren der Markt unter dem Volumen von 2008 liegt.  Um die wenigen Aufträge werde stark gekämpft, was natürlich auf die Margen drücke. Im PKW-Bereich kommt die Nachfrage vor allem aus den Schwellenländern, allen voran China und Brasilien.  "Im Nutzfahrzeugbereich haben wir allerdings den Eindruck, dass sich auch in nächster Zeit wenig tun wird", so der Unternehmer.

Im Geschäftsjahr 2008 hat der Familienkonzern mit weltweit mehr als 2.200 Mitarbeitern einen Umsatz von 604,3 Millionen Euro erzielt. Der Vorsteuergewinn belief sich auf 64,8 Millionen Euro, der Jahresüberschuss auf 47,7 Millionen Euro.
 

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